Neuausgabe. Aus dem Amerikanischen von Alfred P. Zeller. Mit einem Vorwort von Norbert Frei. In seinem wegweisenden, "klassischen Buch" (Karl Dietrich Bracher) aus dem Jahr 1961 beschreibt Fritz Stern am Beispiel früher ideologischer Vorbereiter des Dritten Reiches den Kulturpessimismus auch als gesamteuropäisches Phänomen. Zugleich zeigt Fritz Stern uns heute die Gefährdungen auf, die den modernen, liberalen und demokratisch verfassten Gesellschaften aus der Verzweiflung an der Kultur und aus der Ablehnung der kapitalistischen Welt erwachsen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.02.2006
Uwe Justus Wenzel zieht den Hut vor Fritz Stern und seiner längst zum Klassiker gewordenen Studie über den "Kulturpessimismus als politische Gefahr", die jetzt in einer Neuausgabe erscheint. "Im Ganzen, aber auch in den meisten Details" sei diese "mit eleganter Feder" geschriebene Arbeit "unüberholt", so Wenzel. Dargestellt wird anhand von drei exemplarischen Figuren konservativer Kulturkritik - Paul de Lagarde, Julius Langbehn und Moeller van den Bruck -, wie eine ganze Jugend in ihrer Verzweiflung mobilisiert wurde gegen den "Liberalismus als Erzfeind". Stern, der das offene, auch das "frappierende" Wort schätzt, wie der Rezensent bemerkt, hat seinerzeit, 1974, anlässlich einer Neuauflage seines Werkes in Deutschland auf gewisse Ähnlichkeiten der 68er-Bewegung und der völkischen Jugend des ersten Drittels des letzten Jahrhunderts aufmerksam gemacht; jetzt hat er wieder ein Vorwort getextet, und darin weist er darauf hin, wie sich, was in Deutschland zur Katastrophe führte, jener kulturpessimistische Komplex aus Antimodernismus und Aufklärungsfeindlichkeit nämlich, in den USA momentan ausbreitet. Als wäre es "ausgewandert".
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