Herausgegeben von Klaus Grotsch. Mit einer Einleitung von Wilhelm Schmidt-Biggemann.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.08.2002
Die Veröffentlichung ist eine Art Vorgriff auf die Veröffentlichungen aus dem Nachlass des Philosophen, der bisher noch nicht publiziert ist. Der Anspruch ist "historisch-kritisch", folglich nimmt die Ausgabe auch keinerlei Eingriffe in die sehr fragmentarische Textgestalt vor. Von der Gestalt aber sollte man sich, so Rezensent Hans Jörg Sandkühler, keinesfalls über die Bedeutung des Werks täuschen lassen. Um nichts Geringeres als die Ausarbeitung einer "Hermeneutik der Zeitlichkeit" geht es, um eine radikal gedachte Theorie der "Geschichtlichkeit" des Menschen. Ja, in der Verweigerung eines Abschlusses sind die Weltalter-Fragmente, meint Sandkühler, der Gegenentwurf zum Hegelschen Systemdenken. Die beiden Bände sind für den Interessierten also eine spannende Sache - wäre da nicht der auf jeden Eingriff, auch auf die Auflösung der vielen Abkürzungen verzichtende philologische Anspruch, der die Lektüre, so Sandkühler, doch zu einer etwas mühseligen Angelegenheit mache. Wenig Gefallen gefunden hat der Rezensent auch am allzu lang geratenen Vorwort von Wilhelm Schmidt-Biggemann.
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