Bearbeitet von Rudolf Kreutner und Hans Wollschläger. Die "deutsche Revolution" von 1848 konnte den einstigen Freiheitskriegspoeten Rückert nicht unberührt lassen; entsprechend tiefe Spuren hat sie im "Liedertagebuch", dem Altersprotokoll seines Lebens, hinterlassen. In eher zufälliger Koinzidenz verließ er am Vorabend der Unruhen die preußische Residenzstadt, um sich im abgeschiedenen Neuses zu erholen; er kehrte nie mehr nach Berlin zurück. Aber aus der Beschaulichkeit der Provinz begleitete er in ungebrochener Teilnahme die Ereignisse, die Europa in seinen Grundfesten erschütterten. Erst der alternde Rückert begrub sämtliche politischen Hoffnungen und nahm gegenüber der politischen Kaste Deutschlands eine zunehmend feindselige Haltung ein, die sich im hohen Alter zum offenen Jakobinertum auswachsen sollte. Fast alle Texte erscheinen - nach über 150 Jahren - hier erstmals im Druck. Der editorische Bericht enthält die Entstehungsgeschichte und die Darstellung sämtlicher Quellen.
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