Friedrich Kröhnke

Nach Asmara!

Roman
Cover: Nach Asmara!
Jung und Jung Verlag, Salzburg 2012
ISBN 9783902497918
Gebunden, 150 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Ans Ende der Welt reisen, um einen neuen Anfang zu machen? Nach Asmara fliegt Friedrich Kröhnkes unheroischer Held namens Frick. Auch wenn er in der seltsam europäischen Moderne von Eritreas Hauptstadt Erlebnisse sanfter Erleuchtung hat, so bleibt er am Ende doch der nervöse Melancholiker, der er immer war. Das Leben und die Lust schillern in Friedrich Kröhnkes neuem Roman "Nach Asmara!", der Geschichte eines Mannes, der das Glück unter den goldenen Pagoden Rangoons sucht, unter dem Chimborazo und am Fischmarkt von Mutrah. Quer durch die Welt führt dieses Buch, und auch knapp am Tod vorbei. Eine Operation hat Frick nur mit Not überlebt. Sich selbst und einem Leidensgenossen namens Burmeister verspricht er, noch tiefer ins Leben einzutauchen. Mit zarter Lakonie entwirft "Nach Asmara!" das Porträt eines unbürgerlichen Reisenden, eines Oblomow mit Koffer.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.11.2012

Friedrich Kröhnkes Roman "Nach Asmara!" hat etwas Befremdliches, findet Wiebke Porombka, die sich dem Buch aber trotzdem nicht ganz entziehen kann. Der Erzähler der Geschichte ist ein Getriebener, berichtet die Rezensentin: Frick reist durch die Welt, nach Bali, Japan, Panama, nach Rumänien, Indien und in die USA. Aufgebrochen ist er nicht vor Abenteuerlust oder auch nur Neugier, sondern schlicht, weil es ihn nirgendwo hält, weil er nirgendwo hingehört, fasst die Rezensentin zusammen. Seine einzige Begleiterin: Agnes - ein Stofftier, das Frick vielleicht etwas zu innig liebt. Porombka meint in Frick mühelos das alter Ego des Autors zu erkennen; auch Kröhnke fügt sich nicht dem Literaturbetrieb und lässt sich nicht einordnen, findet sie. Merkwürdig mutet diese Verknüpfung an, wenn die Rezensentin später Frick zitiert, der, in Asmara angekommen, seine Zutaten eines guten Lebens preisgibt: "Huren und Strichjungen und feuchte Hitze".

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