Friedrich Dieckmann

Orpheus, eingeweiht

Eine Mozart-Erzählung
Cover: Orpheus, eingeweiht
Insel Verlag, Frankfurt am Main - Leipzig 2005
ISBN 9783458192749
Gebunden, 78 Seiten, 11,80 EUR

Klappentext

Wien, Juni 1791; der Kaiser - Mozarts Kaiser, Joseph II. - ist seit mehr als einem Jahr tot, sein Bruder, der Nachfolger, hat mit dem musikalischen Protege seines Vorgängers nichts im Sinn, er schneidet Mozart geradezu. Da schafft ein alter Bekannter Rat: Emanuel Schikaneder will von dem Kammerkompositeur eine Zauberoper haben; Lulu, eine Geschichte aus der Märchensammlung des berühmten Wieland, soll die Vorlage bilden. Der Text ist beinahe fertig, Mozart hat angefangen, ihn zu komponieren, doch die Arbeit stockt - warum?
Die Erzählung "Orpheus, eingeweiht" wirft einen Blick in die Werkstatt, aus der das neue Stück hervorgeht; wir nehmen Einblick in einen Verwandlungsprozess, der fast etwas Alchimistisches hat. Der ihn leitet, ist ein Magier höchstens Ranges, aber er bedarf des Gespräches, um sich klarzuwerden, was er mit dem neuen Stück eigentlich will. In einer Weinstube zu Füßen des Stephansdoms, dann in seiner eigenen Wohnung im inneren Wien klärt sich der Stoff, findet die Verwandlung zur "Zauberflöte" statt. Als der Morgen graut, ist man beflügelt. Mozart weiß nun, wie es weitergeht mit Tamino und Pamina und der Königin der Nacht.

Im Perlentaucher: Rezension Perlentaucher

Auf der allerletzten Seite steht es, versteckt zwischen dem Verbot, dieses Werk in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung des Verlags zu reproduzieren, und dem Hinweis, dass es sich bei der verwendeten Schrift um eine Minion handelt. Dort also, im Paratext für Rechtsanwälte, Setzer und Drucker, steht: "Die Erzählung erschien erstmals 1983 im Buchverlag Der Morgen, Berlin". Wer Friedrich Dieckmanns Mozart-Erzählung "Orpheus, eingeweiht" liest, der wird sie mögen. Ihr altmodisches Deutsch, die Verve, mit der der Dramaturg Friedrich Dieckmann die Rolle des Zauberflöten-Beraters Karl Ludwig Giesecke einnimmt, sind aus so viel Interesse erwachsen - das steckt an...
Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'

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