Mit Beiträgen von Hans Ulrich Gumbrecht, Katja Kullmann, Kathrin Passig, Nina Pauer, Frank Schirrmacher, Moritz von Uslar, Juli Zeh, Marie Katharina Wagner und vielen anderen. Wer sind sie? Was wollen sie? Und warum sind sie so erfolgreich? Diese Fragen haben sich alle gestellt, als die Piratenpartei bei den Berliner Wahlen im September 2011 mit überraschenden 8,9 Prozent der Stimmen erstmals in ein deutsches Parlament einzog. Was haben die Piraten den etablierten Parteien voraus? Sind sie die neuen Grünen? Oder doch nur eine politische Modeerscheinung? Was erzählt ihr Erfolg über unsere Zeit, unsere Gesellschaft, über Kommunikation? Und werden wir die nächsten Jahre, wenn wir über Politik reden, immerzu romantische Metaphern aus der Welt der Seeräuber und Freibeuter bemühen? Erste Antworten gibt es in diesem Band.
Nicht wirklich zufrieden ist Svenja Bergt mit diesem von Friederike Schilbach herausgegeben Band über die Piratenpartei. Sie sieht darin einen Versuch, das Phänomen Piraten zu erklären. Allerdings bleiben die Autorinnen und Autoren von Kathrin Passig über Hans Ulrich Gumbrecht bis Nina Pauer ihres Erachtens bei der "Phänomenbeobachtung" stehen. Eine weiterführende, erklärende Perspektive vermisst sie ebenso wie Distanz und einen kritischen Blick auf die Piratenpartei. Eine löbliche Ausnahme bildet in ihren Augen der Essay von Teresa Bücker über die genderpolitische Situation der Partei. Bei aller Kritik: als "zeitgeschichtliches Dokument" attestiert die Rezensentin dem Band durchaus einen Wert.
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