Von einem, der auszog, ein Mann zu seinSein Vater stirbt, er heiratet. In Köln eröffnet seine bisher größte Fotoausstellung. Der Erzähler steht vor seinem künstlerischen Durchbruch. Mit seiner Frau bekommt er das erste Kind und wird depressiv. Sein Cousin trinkt sich zum Organversagen, sein bester Freund verschwindet im Meer. Er selbst schlägt seinen Kopf gegen die Wand, bis er ohnmächtig wird. Und dann? "Toxic Man" erzählt autofiktional davon, dem Terror der Mittelschicht zu entkommen. Sich zu erfinden, zu präsentieren und fast zu vernichten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 07.03.2023
Rezensent Ulrich Seidler folgt Frederic Schwilden wie auf Drogen. Egal, ob der Autor "breitbeinig" vom Austernschlürfen mit Promis berichtet, von Gelagen im Grill Royal, von den Reichen und Schönen, die er als Fotograf abgelichtet hat, von Ketamin und Alkoholexzessen oder vom Tod seines Vaters, eines alten, "toxischen" Patriarchen, Seidler klebt an Schwildens Worten. Dass dieser Bericht eines Selbstdarstellers nichts ausspart, vor allem nicht den eigenen Zynismus und die eigene Unreife, findet Seidler irgendwie niedlich.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…