Warum positives Denken uns nicht weiterbringt, Schimpfen aber schon. Dieses Buch ist ein Aufruf zum Widerstand gegen die Ideologie unserer Zeit: den Zwang des Glücks.Ratgeber und Duschbäder fordern uns auf, positiv zu sein. Wir sollen Scheitern als Chance begreifen und ständig unser Selbst entfalten. Doch der Terror des Positiven nervt, belastet jeden von uns und schwächt den Zusammenhalt: Wir betrachten Glück als Prestige und verstehen politische Probleme als persönliches Versagen. Das zeigt nicht nur die psychologische Forschung, sondern auch die Geschichte.Dagegen hilft nur Rebellion: Schimpfen ist Ausdruck gelebter Freiheit, ohne Schmerz gibt es keine Kunst, und Wut ist der Motor des Fortschritts. Denn die Welt wurde nicht von den Glücklichen verändert, sondern von den Unzufriedenen.
Rezensentin Marie-Luise Goldmann empfiehlt diesen Band von Juliane Marie Schreiber. Die Autorin argumentiert darin gegen eine "positive Psychologie", die aus jeder Krise etwas positives ziehen will, resümiert die Rezensentin. Diese Kritik ist inzwischen nicht unbedingt neu, merkt Goldmann an, trotzdem findet sie spannende Aspekte in Schreibers Text, etwa dass Glückliche potenziell gewaltbereiter sind. Da mache sich die "Expertise" der Politikwissenschaftlerin und Politologin bemerkbar. In ihrem "typisch schnodderig-scharfen Tonfall" vermag die Autorin auch die Kurve vom "Privaten zum Politischen" zu schlagen, lobt die Rezensentin. Wenn die Autorin aber über zahlreiche positive Effekte negativer, gar depressiver Gedanken förmlich schwärmt, warnt Goldmann vor "Romantisierungen von Depressionen" und erahnt, dass die Autorin hier ihrem eigenen "Feindbild" zum Opfer fällt.
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