Frederic J. Schwartz

Der Werkbund

Ware und Zeichen. 1900-1914
Cover: Der Werkbund
Verlag der Kunst, Dresden 1999
ISBN 9789057051166
broschiert, 368 Seiten, 42,95 EUR

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999

Mit Ironie und doch auch Bewunderung spricht Wolfgang Pehnt über Frederic J. Schwartz` "Interpretationskünste". Er bringe nicht nur einen "enormen Wissensvorrat" mit, sondern schaffe es auch noch, in dem Kölner Werkbundstreit von 1914 die Fronten umzukehren. In bisherigen Geschichten dieser Ur-Institution des modernen Designs standen die Anhänger der "Typenbildung" auf der Seite des historischen Fortschritts, bei Schwartz seien es ganz im Gegenteil die Verteidiger des "freien Künstlers". Denn die ersten seien noch der Sphäre der Produktion, also der Dinge, verhaftet, die zweiten hätten die Herrschaft der Zeichen in der Postmoderne begriffen. Schwartz jongliere mit Begriffen, und manchmal fielen sie ihm dabei auch zu Boden. Aber ihr Eintrittsgeld sei diese "Hochseilartistik auf beschränktem Terrain" allemal wert.
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