Franz Meyer

Barnett Newman

The Stations of the Cross: Lema Sabachthani
Cover: Barnett Newman
Richter Verlag, Düsseldorf 2003
ISBN 9783933807694
Gebunden, 181 Seiten, 64,00 EUR

Klappentext

Mit 81 Farb- und Schwarzweiß-Abbildungen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.02.2004

Auch wenn der Untertitel des Buches den Rezensenten Adolf Max Vogt zunächst etwas verstört (es ist der Notschrei Christi am Kreuz - auf Aramäisch), so ist er doch ganz eingenommen von Franz Meyers Buch über den amerikanischen Maler und Theoretiker Barnett Newman (oder von Newman selbst - das lässt sich schwer sagen). Vogt erklärt, dass Newman die Nachkriegsbewegung des Minimalismus ad absolutum getrieben hat, zu einer solch starken, selbstauferlegten Askese der Mittel, dass er die Kunst in die Gefahr brachte, als "Überhaupt-nicht-Kunst" zu erscheinen. Newman habe, wie Harold Rosenberg sagte, "mit Leere so gearbeitet, als wäre es eine Substanz", und sich zum "Kruden" hinbewegt, wie es "nur in der haute couture und im liturgischen Gesang" existiere. Er habe damit tatsächlich dermaßen schockiert, so Vogt, und dermaßen darunter gelitten, dass sein Schicksal als Problematisierung der zweiten Moderne gelten kann. Wichtig und richtig findet der Rezensent dieses Buch, das Newman aus dem Schatten von Pollock und Rothko hervorzieht - und richtig auch, dass sich Meyer darin auf Newmans Spätwerk und die "14 Stationen" (seines eigenes Kreuzwegs) konzentriert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.09.2003

Raimund Stecker ist restlos begeistert und greift zu den Superlativen: "Ein grandioses Buch! Sein Autor: Franz Meyer, einer der inspiriertesten Museumsgranden der Moderne. Sein Gegenstand: Das Jahrhundertwerk 'The Stations of the Cross' - gemalt vom größten abstrakten Künstler, von Barnett Newman." Und so geht es erst einmal mit dem Layouter Walter Nikkels und dem Drucker und Verleger Klaus-Werner Richter weiter. In der weiteren Besprechung erläutert Stecker enthusiastisch, was Newmans Serie von fünfzehn Bildern so groß und einzigartig macht, wie sich Franz Meyer gegen alle bisherigen Deutungen des Werkes wendet und zugleich Newmans Gesamtwerk auf nie gekannte Weise erhellt, warum er damit unser aller Verständnis von abstrakter Kunst einem großen Schritt weiter bringen wird, und was der Verleger und Layouter beigesteuert haben, um die Veröffentlichung vollends zu dem zu machen, wovor sich der Rezensent ehrfurchtsvoll verbeugt und wofür folgender Begriff am Ende einer wahren Flut von Lobpreisungen beinahe zu matt klingt: ein Standardwerk.

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