Durch die Pluralisierung der Parteienlandschaft ist die Zahl der möglichen Koalitionsformate in der Bundesrepublik gestiegen. Der Band analysiert die verschiedenen Szenarien der Regierungsbildung nach der Bundestagswahl 2013. Dabei werden auch Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern berücksichtigt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.09.2013
Wirklich spannend wird der kommende Wahltag eigentlich nur, wenn es für die üblichen Verdächtigen Rot-Grün und Schwarz-Gelb nicht reicht, meint Heribert Prantl. Die Politologen Frank Decker und Eckhard Jesse haben jetzt einen Sammelband herausgegeben, der sich mit den Voraussetzungen der dann anstehenden Koalitionsverhandlungen befasst, berichtet der Rezensent, den am meisten das Gedankenspiel einer schwarz-grünen Regierung reizt. Dafür müssen die Grünen allerdings über ihren Schatten springen, erklärt Prantl (die Kanzlerin nicht, die hat keinen, fügt er hinzu). Diese Konstellation könnte mal wieder Bewegung in die festgefahrenen Lager bringen, mutmaßt der Rezensent, vielleicht rücken die Liberalen und SPD dann wieder näher aneinander. Aber wahrscheinlich treibt die Angst vor dem Zusammenschluss von alter und neuer Bürgerlichkeit unter Schwarz-Grün die SPD ohnehin in die große Koalition, vermutet der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.09.2013
Der von Frank Decker und Eckhard Jesse herausgegebene Sammelband mit knapp 30 Beiträgen aus der Koalitionsforschung hat Wolfgang Jäger im Wesentlichen Lesenswertes zum Thema Koalition beschert. Trotz mancher Trivialität und Redundanz (etwa bei den Ausblicken auf die Bundestagswahl 2013) bleiben für Jäger unterm Strich genügend kluge Beiträge zu lesen: Über die Rolle der Parteibasis und des Staatsoberhaupts bei der Koalitionsbildung, über Minderheitsregierungen, das Verhältnis von SPD und Grünen und Koalitionen im In- und Ausland. Besonders bemerkenswert erscheint Jäger Volker Kronenbergs Aufsatz über Schwarz-Grün als zukunftsträchtiges Projekt.
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