Ein Ingenieur entdeckt im Jahr 1932 eine Zeitmaschine aus dem 19. Jahrhundert, setzt diese in Gang und reist hundert Jahre voraus in die Zukunft. Dort staunt er über den technischen Fortschritt, die Elektrofahrzeuge, Bildtelefone und anderes. Und er erfährt, dass der dauerhafte Frieden zwischen Deutschland und Frankreich, die er in seiner Zeit nur als
"Erbfeinde" erlebt hat, auf einem schrecklichen Geheimnis beruht ...
Mit Sprung über ein Jahrhundert verwirklichte der Soziologe und Nationalökonom Franz Oppenheimer das lang gehegte Vorhaben, seine Gesellschaftstheorie in leicht verständliche Bilder zu übersetzen und seine Vision von einem freiheitlichen Sozialismus und einer friedlichen Welt zu veranschaulichen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.11.2017
Rezensent Gustav Seibt kann kaum glauben, dass dieser von dem jüdischen Autor Franz Oppenheimer unter dem Pseudonym Francis D. Pelton verfasste utopische Roman derart unbekannt geblieben ist. Denn auch wenn dem 1934 erschienenen Buch durchaus seine Entstehungszeit anzumerken ist, wie der Kritiker mit Blick auf einige "urdeutsche", mitunter "patriotische" Zwischentöne feststellt, liest er doch fasziniert diese im Jahr 2032 spielende Science-Fiction-Vision, in der sich der Soziologe, Mediziner und Volkswirtschaftler neben einer Friedensordnung und einem Sozialismus mit marktwirtschaftlichen Elementen ein Europa mit zunehmend selbstständigen Regionen ausmalte, in dem Menschen frei reisen, fliegen oder Auto fahren können und mit Bildgeräten telefonieren. Für die detailliert geschilderten wirtschaftlichen Passagen hätte sich der Kritiker allerdings den Kommentar eines Wirtschaftswissenschaftlers gewünscht.
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