Aus dem Spanischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Vera Gerling.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.02.2002
Mit dem Erzählband "Apokalyptische Zoologie" hat sich der Autor gekonnt in "erzählerischer Ökonomie" geübt, meint Sebastian Domsch, seien hier doch kurze und immer phantastischer ausufernde Alltagserzählungen aus immerhin 6 Bänden vereint. Oft scheinen dem Rezensenten die kafkaesken Miniaturen zu distanzlos, als versuchten sie den Leser von etwas zu überzeugen. Ironische Elemente schaffen zwar Ausgleich, so Domsch, insgesamt seien sie aber zu konstruiert. Die Anflüge von "Sozialkritik" beurteilt der Rezensent ebenso kritisch wie die vielfältigen literarischen Stilfacetten, die das Buch entfaltet. Doch abgesehen von kleinen Mängeln und Unvollkommenheiten sei das Buch doch in der Lage immer aufs Neue zu überraschen und in das Reich skurriler Begebenheiten einzuführen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.12.2001
Bei Rolf-Bernhard Essig stellte sich beim Lesen höchstens ein Lachen ein, das "im Halse stecken bleibt". Als Beispiel für den "bemühten Humor" des Autors zitiert Essig aus einer der 14 Erzählungen: Diese handele von einem Ehepaar, das ein andres zum Essen einlädt und sich dabei allerhand Abschreckendes einfallen ließe, "um sich ein abschreckendes Image zu erschaffen". So werden angebrannte Nudeln serviert und ein "präpariertes Wasserrohr" zum Platzen gebracht, was der Rezensent ziemlich langweilig findet. Die anderen Geschichten handelten von "modernen Menschen", die sich "merkwürdigen Mächten" unterwürfen und sich etwa von Elefanten malträtieren ließen, bilanziert der Rezensent. Insgesamt nerven Essig an diesem Buch "erzähltechnische Schlampigkeiten", "lähmende Absehbarkeiten" sowie ein Mangel an "sprachlicher Kühnheit". Den "humorvollen Kishon-Ton" schreibt der Rezensent allerdings der Übersetzerin zu.
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