Felix Bartels, Peter Hacks, Andre Thiele

Der Briefwechsel zwischen Peter Hacks und André Thiele

1997 - 2003
Cover: Der Briefwechsel zwischen Peter Hacks und André Thiele
Eulenspiegel Verlag, Berlin 2012
ISBN 9783359023401
Gebunden, 512 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Felix Bartels. "Mit den Dichtern ist es ja in vielem ungemein praktisch: man muß ihnen Tempel bauen und darf sie ansonsten an allem Schuld sein lassen", schreibt der Mainzer Jurist André Thiele an den verehrten Peter Hacks, dem er seine Dienste für Recherchen anträgt. Fortan entwickelt sich ein umfassender schriftlicher Austausch, in dem in spielerisch-ironischem Gestus Substanzielles über Hacks' Arbeitsweise, ästhetische Positionen und Ansichten zum Zeitgeschehen neben privaten Anekdoten steht. Die bisher unveröffentlichten Briefe aus den Jahren 1997 bis 2003 gewähren neue Einblicke in die letzte Schaffens­phase des Dichters.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.10.2012

Gustav Seibt ist hingerissen von so viel höfischer Manieriertheit im Ton des Briefwechsels zwischen Peter Hacks und seinem liebenden Schüler Andre Thiele. Hingerissen vor allem, weil sich hinter all den "Sire!, Ihr erg., Trautwertester, Cher Confrère" doch auch wissenschaftliche Trouvaillen verbergen. So geheimhalterisch und formalisiert das Ganze vonstatten geht, so sehr taugt es dem Rezensenten als Apparat zu Hacks' Romantik-Schrift von 2001. Hier erst erkennt Seibt nämlich, welch unerschütterliches Helferlein Hacks in Thiele besaß, der die verschwörerische Komponente im Kampf zwischen Romantik und Klassik maßgeblich mit herausarbeitete. Das Geheimnistuerische, findet Seibt, prägt auch die Korrespondenz, also Einverständnis und Dünkel, aber eben auch hochinteressante Thesen.
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