Aus dem Italienischen von Maja Pflug. Eine Auswahl der Erzählungen der neapolitanischen Erzählerin in einem Band: skurrile Begegnungen, kuriose Beobachtungen, leise, wehmütige Szenen aus dem Süden Italiens.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.10.2006
Auch in ihren neuen Erzählungen beweist die inzwischen siebzigjährige Fabrizia Ramondino aus Neapel ihr meisterliches Talent, ihre Heimatstadt präzise in all jenen Facetten aufscheinen zu lassen, die weder in Hochglanzprospekten für Touristen noch den üblichen Stadtklischees vorkommen dürften, so Franz Haas. Dass dies nicht zu einer Ansammlung erschreckend-morbider Geschichten aus der süditalienischen Stadt führt, zeichnet die spät berufene Autorin für den Rezensenten aus. Sie habe stets ein Herz für ihre Figuren und verfüge über eine gewisse Portion Optimismus, so dass - jedenfalls in den Erzählungen - "doch noch alles gut und schön" werde.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 28.09.2006
Mit ihrer Vorliebe für Gestrandete, gleichgültig welcher Provenienz, bleibt sich die Neapolitanerin Fabrizia Ramondino auch in ihrem neuesten Erzählungsband treu, stellt der Rezensent Peter Schneider fest. Nicht um die "Klassenzugehörigkeit" gehe es in den abgründigen Geschichten, sondern um die "Augenblicke der Verirrung, des Herausfallens aus der Welt", egal ob es sich um eine verarmte Adelige oder einen delirierenden Fischer handelt. Den unscheinbaren, existentiellen Brüchen in einem eng begrenzten und reduzierten Kosmos spüre die Autorin nach, ohne sich dabei explizit auf literarische Vorbilder zu berufen. Dabei pflege sie gekonnt und brillant die kleine Form der Erzählung, was ihr in dem vorliegenden Erzählungsband auch fast immer, mit kleinen Abstrichen; gelungen sei. Ramondinos Literatur sei auf jeden Fall eine Stimme der europäischen Literatur, die man nicht missen möchte, schließt der Rezensent.
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