Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.12.2001
"Viel Atmosphärisches aus dem Bundesdorf" hat der Autor Paul Schwakenberg in diesem Buch zusammengetragen, meint "rab". Durch seine "vierzig Berufsjahre" in Bonn hat der Autor augenscheinlich guten Kontakt zur politischen Spitze gehabt; der Leser erfährt, wie es in der "guten alten Zeit der rheinischen Republik" zuging, übermittelt der Rezensent. Aufgeschrieben hat der Autor Anekdoten politischer Persönlichkeiten wie Adenauer, Scheel und Herbert Wehner, die - im Unterschied zur heutigen Polit-Prominenz - mit allerlei Kalauern aufwarteten, so der Rezensent. "Macht Dir eine Zeitung Kummer, denk dran: Morjen kommt 'ne neue Nummer" soll etwa Adenauer gesagt haben. Da freut sich der Rezensent: "Darauf kann man doch nur in einem Zug das bis zum Rand gefüllte Glas leeren".
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…