Eva Baronsky

Magnolienschlaf

Roman
Cover: Magnolienschlaf
Aufbau Verlag, Berlin 2011
ISBN 9783351033385
Gebunden, 185 Seiten, 17,95 EUR

Klappentext

Ein kleines altes Haus am Rande der Großstadt und zwei Frauen, wie sie verschiedener nicht sein könnten: Wilhelmine und Jelisaweta trennt so viel mehr als 68 Lebensjahre. Jelisaweta ist 23 und für ein paar Wochen aus Smolensk nach Deutschland gekommen, um Wilhelmine zu pflegen, die seit einem Unfall an ihr Bett gefesselt ist. Doch was als scheinbar ideales Arrangement beginnt, gerät bald außer Kontrolle und wird zu einem Kleinkrieg, in dessen Verlauf die beiden Frauen sich auf grausam-weibliche Weise attackieren. Am Ende wird jede auf die Frage zurückgeworfen, was man mit sich anfängt, nachdem man der Wahrheit ins Auge gesehen hat.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.03.2011

Die Autorin hat Marketingkommunikation studiert und dann doch lieber das Schreiben angefangen. So ein Glück, findet Sandra Kerschbaumer, die zwar hier und da im Text noch einen Hang zum Plakativen und Melodramatischen entdeckt, aber im Ganzen angenehm überrascht ist von dem neuen Roman Eva Baronskys. Immerhin, findet sie, hebt sich die Autorin wohltuend ab von der üblichen Schreibschulen-Prosa, die sich keine Zeit für die Figuren nimmt, und taucht tief ein in die Biografien ihrer beiden ungleichen Protagonistinnen. Kerschbaumer bekommt nicht nur zwei Lebensgeschichten auf packende Weise vermittelt, sie findet auch Gefallen an der zwar genau kalkulierten, doch für sie überzeugenden moralisch komplexen Konstellation "Deutsche Schuld und deutsches Trauma trifft russisches Leid". Wie Baronsky die Gedanken einer 90-Jährigen darstellt, ihr Ringen um die schwindenden Kräfte und mit der Erinnerung, hält sie außerdem für großartig.
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