Herausgegeben von der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik. Vor 30 Jahren, am 12. Juni 1994, stimmten die Österreicher für den Beitritt zur Europäischen Union. Heute muss sich das Land aktuellen und richtungsweisenden Entwicklungen stellen: Statt Ablehnung und Zögerlichkeit braucht es eine optimistische Neudefinition der europäischen Schwerpunkte. "Europa neu gedacht" versammelt rund 30 Kommentare von Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft, die zeigen, wie sich Österreich für ein starkes Europa einsetzen kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.05.2024
Abgesehen von den Genderdoppelpunkten ist das ein schön gestaltetes Buch, lobt Rezensent Stephan Löwenstein. Ein ziemlich österreichisches Buch ist es außerdem, fügt er hinzu, was sich unter anderem darin niederschlägt, dass diverse sozialpolitische Akteure zu Wort und sich dabei kaum in die Quere kommen. Die Gedanken zu möglichen österreichischen Beiträgen für Europa sind dabei jeweils nicht allzu lang und mal mehr, mal weniger interessant, erfahren wir, manches ist doch eher erwartbar, Floskeln sind durchaus vorhanden. Positiv hebt Löwenstein ein Plädoyer des österreichischen US-Botschafters für eine stärkere Westbindung des Landes sowie den amüsant geschriebenen Beitrag des österreichischen Bahnchefs hervor. Insgesamt gut, dass auf Parteilichkeit verzichtet und entlang von Sachfragen geschrieben wird, so das Fazit.
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