Herausgegeben vom Zentrum für Europa- und Nordamerika-Studien. Das Jahrbuch analysiert die politischen und sozialen Wirkungen der geplanten EU-Osterweiterung in den Mittel- und osteuropäischen Kandidatenländern aus sozialwissenschaftlicher Perspektive.
"Vielfältig" sei der Sammelband des Zentrums für Europa- und Nordamerikastudien auf jeden Fall, lobt Richard Heimann. Ansonsten beschränkt sich der Rezensent hauptsächlich aufs Referat. Die verschiedenen Beiträge beziehen sich unter anderem auf den "Anti-EU-Populismus" oder die "Grenzregionenproblematik". Den Verhandlungen mit Polen wird durch fünf Artikel eine besondere Stellung eingeräumt. Besonders gut gefallen hat dem Rezensenten der Beitrag zur Berichterstattung der deutschen Qualitätszeitungen zur Erweiterung der Union von Holger Münch. Diese sowohl qualitativ wie auch quantitativ angelegte Studie zeige, dass die deutsche Berichterstattung meist geprägt von "fehlender Energie für positive Visionen" und eher "defensiv" sei. Am negativsten seien der "Spiegel", die "taz" und der Focus, resümiere der Autor. Dementsprechend werde dann auch "die positive Darstellung der Osterweiterung oftmals den Publizisten aus den Beitrittsstaaten überlassen", zitiert der Rezensent den Autor. Mit der laut Heimann den Sammelband leitenden These, dass die "Notwendigkeit der politischen Umgestaltung mit der Wende zur Demokratie noch längst nicht zu Ende" sei, sondern mit dem Beitritt erst akut werde, scheint er dann auch einverstanden zu sein.
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