Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
In einer begeisterten und ausführlichen Kritik lobt Wilfried Wiegand den Kunsthistoriker Erwin Panofsky - auch schon anhand der hier zusammengestellten deutschsprachigen Essays aus der Zeit vor der Emigration - als einen "der großen deutschen Autoren des Jahrhunderts", und zwar nicht nur in kunsthistorischer, sondern auch in literarischer Sicht. Eine Zeitlang sei es in der Kunstwissenschaft in Mode gewesen, sich über Panofskys Methode der "Ikonologie" lustig zu machen, aber nun entdecke auch ein Laienpublikum den Autor neu. Auch wenn seine berühmten Bücher wie etwa die Dürer-Monographie erst in der Emigration geschrieben wurden, sind die hier versammelten Essays keineswegs nur als Vorläufer zu verstehen, versichert Wiegand. Die Illustrationen des Bandes findet er "vorbildlich" in den Band integriert. Gut gefällt ihm auch, dass die Herausgeber Panofskys Essays aktuelle bibliographische Hinweise zur Seite stellten. Manche ihrer Anmerkungen seien für das Verständnis von Panofskys Texten unerlässlich. Bei anderen tadelt Wiegand einen gewissen kunsthistorischen und politischen Opportunismus.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…