Erwin Gatz (Hg.)

Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1198 bis 1448

Ein biografisches Lexikon
Duncker und Humblot Verlag, Berlin 2001
ISBN 9783428103034
Gebunden, 926 Seiten, 149,00 EUR

Klappentext

Unter Mitwirkung von Clemens Brodkorb. Der nunmehr vorgelegte vierte Band des von Erwin Gatz herausgegebenen Bischofslexikons setzt mit dem Jahr 1198 ein und reicht bis ins Jahr 1448. Er umfaßt also die Epoche der sich konsolidierenden und immer stärker ausformenden Bistümer bis in die Zeit der spätmittelalterlichen Krise der Kirche und der Beilegung des Großen Abendländischen Schismas. Auch dieser Band bietet in Lebensbildern eine Darstellung von Herkunft, sozialer und kirchlicher Verwurzelung, Bildungs- und Werdegang sowie des Wirkens aller Diözesanbischöfe dieser Epoche. Für die Zeit des Schismas sind nicht nur die päpstlich bestätigten oder bestellten, sondern auch alle Gegenbischöfe einbezogen. Der Band bietet somit für den Zeitraum von 250 Jahren zugleich eine Geschichte der Kirche im Reich unter personengeschichtlichem Aspekt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.09.2002

"Reich belehrt" fühlt sich Christoph Weber nach der Lektüre des neuen Bandes des Bischofslexikons von Erwin Gatz, das die Biografien aller Bischöfe des römisch-deutschen Reiches vom 13. bis zum 15. Jahrhundert enthält. In der Herausbildung weltlicher Fürstentümer unter der Leitung der Bischöfe sieht Weber eine zivilisatorische Leistung, und das Amt des Bundeskanzlers gehe immerhin direkt auf den von einem Bischof bekleideten Posten des Erzkanzlers zurück. Laut Weber kann man das Bischofslexikon also auch als ein "Handbuch der Reichsgeschichte" lesen. Besonders lobt er die Vollständigkeit des Bandes, die durch eine umfassende internationale Zusammenarbeit erreicht wurde. Die Beiträge der jetzt zu Polen, Tschechien und den baltischen Staaten gehörenden Sitze haben Historiker der jeweiligen Länder verfasst. Angenehm findet der Rezensent schließlich die Sachlichkeit und Neutralität, mit der Gatz des Thema behandelt. "Es tut wohl, daß hier nicht mehr irgendeine Beschönigung versucht wird."
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