Ernst Ulrich von Weizsäcker (Hg.)

Grenzen der Privatisierung

Wann ist des Guten zuviel. Bericht an den Club of Rome
Cover: Grenzen der Privatisierung
Hirzel Verlag, Stuttgart 2006
ISBN 9783777614441
Kartoniert, 376 Seiten, 29,00 EUR

Klappentext

Seit über zwei Jahrzehnten ist die Privatisierung auf Siegeszug - mit dem erklärten Ziel, die Menschheit aus dem Elend zu befreien. Sie hat in der Tat etwas Befreiendes und wirkt manchmal segensreich, doch leider tut sich die Fachwelt schwer damit, auch die Schattenseiten wahrzunehmen. Dieses Buch präsentiert sowohl positive als auch negative Beispiele, und es versucht, politische Schlussfolgerungen aus diesen Erfahrungen zu ziehen. Dabei entzaubert es die weit verbreitete Vorstellung, Privatisierung sei generell Fortschritt und bringe Wachstum.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.11.2006

Überzeugend findet Felix Berth diesen von Ernst Ulrich von Weizsäcker herausgegebenen Sammelband über die "Grenzen der Privatisierung". Zahlreiche Beiträge verdeutlichen für ihn, dass sich Privatisierung für die Allgemeinheit oft nicht lohnt. Als Beispiele nennt er u.a. die Privatisierungen der Wasserversorgung in Grenoble, der Gebäudeversicherung in Deutschland und von Kulturgütern in Italien. Allesamt Fälle, in denen die Privatisierung als gescheitert betrachtet werden darf. Dabei geht es dem Band nach Ansicht Berths nicht um Polemik, sondern darum, Kriterien für gelungene und gescheiterte Privatisierung zu finden. Zustimmen kann er auch dem Fazit des Bandes, Privatisierung könne nur dann gelingen, wenn der Staat einen klaren rechtlichen Ordnungsrahmen vorgebe und demokratische Kontrolle ermögliche.

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