Der 1928 in Chicago geborene James D. Watson ist der erfolgreichste und einflussreichste Biologe der Neuzeit. Im Jahre 1953 gelang dem noch nicht 25-Jährigen eine epochale Entdeckung, als er - gemeinsam mit Francis Crick - die Doppelhelix als Struktur des Erbmaterials erkannte. Die rasante Entwicklung der Wissenschaft vom Leben hat Watson als Forscher, Lehrer und Manager nachhaltig geprägt. Ernst Peter Fischer, der Watson seit vielen Jahren kennt, zeichnet den Lebensweg Watsons nach und erzählt dabei die faszinierende Geschichte der modernen Biologie.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 20.03.2003
Hans-Jörg Rheinberger lobt an dieser Biografie der fünf Karrieren des Nobelpreisträgers Watson die "Verlässlichkeit im Detail". Der professionelle Wissenschaftsjournalist Fischer, lobt Rheinberger weiter, verstehe "auch sein historisches Handwerk". Besonders gefällt dem Rezensenten aber, dass Fischer einen "wunderbaren Ausdruck" gefunden habe, um das "ungleiche Paar" Watson und Crick zu beschreiben, die vor 50 Jahren das Modell der DNA-Doppelhelix bauten und dafür gemeinsam den Nobelpreis erhielten. Crick lebe demnach "in der Wissenschaft", Watson dagegen "für die Wissenschaft". Ansonsten erfährt man aus dem Buch unter anderem etwas, berichtet Rheinberger, über Watsons bislang letzte Karriere als "unermüdlicher Promoter des Humangenetikprojektes" sowie die Ansicht des Autors, wonach es an der Zeit sei, "dass die Genetiker von heute aus dem Schatten Watsons herausträten."
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