Herausgegeben von Erika Billeter. Columbus nannte sie bei seiner Entdeckung die schönste Insel, die er je gesehen hatte. Als Perle der Antillen nährte sie Sehnsüchte und Träume vom Paradies. Und seit der Revolution, die wie keine andere in der Welt idealisiert wurde, ist sie auch in unserem Jahrhundert im Bewusstsein ganzer Völker angesiedelt, immer faszinierend, schillernd zwischen Enthusiasmus und Verzweiflung. Fotografen waren es, die die Biografie der umworbenen Insel in Bildern geschrieben haben. Die Sternstunde schlägt dieser Fotografie durch die Revolution von 1957. Sie gebiert nicht nur Helden, die zu Idolen werden, sondern auch einen fotografischen Stil, mit dem Kuba in die Geschichte der Fotografie eingeht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.06.2003
Das 1961 von Alberto Korda aufgenommene Porträt des Che Guevara wurde zum meist publizierten Foto des zwanzigsten Jahrhunderts. Dies ist jedoch nur eine Facette der kubanischen Fotografie - Walter Haubrich hat in Erika Billeters "repräsentativer Sammlung kubanischer Fotokunst" noch viele weitere entdeckt: unter anderem dokumentierte Constantino Arias das Leben der fünfziger Jahre auf Kuba, und Jose Alberto Figueroa und Ivan Canas nehmen den "dekandenten Verfall" Havannas mit einem "stark subjektiv geprägten Blick" wahr. Begeistert ist Haubrich von den "schönsten Aufnahmen von Salsatänzern", die dem Österreicher Karl Haimel zu verdanken sind. Neben ihm hat Billeter noch zwei weitere nicht-kubanische Fotografen mit aufgenommen: den Schweizer Luc Chessex und den Amerikaner Walker Evans.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.09.2002
Die Bilder des kubanischen Fotografen Korda, der an der Seite von Fidel Castro als "Fotograf der ersten Stunde" die kubanische Revolution begleitet hat, sowie die schwarz-weißen Fotografien weiterer zwanzig kubanischer Fotografen; sie alle sind für Sven Siedenberg ein Zeichen dafür, dass hier "siegesgewiss und mit den Waffen des Chronisten" für mehr Gerechtigkeit gestritten wird. Und das ist in seinen Augen gerade ein Anzeichen von Lebensfreude. Konsequent findet Siedenberg es deshalb, dass auf vielen Bildern des von Erika Billeter herausgegebenen Bandes der Alltag nach der Revolution zu sehen ist - "bis in die zwischen Siesta und Salsa pulsierende Gegenwart". Eine gelungene "Zugabe" sind für den Rezensenten die Fotos der drei nicht-kubanischen Fotografen. Einen "magisch und erhellenden" Blick eröffnen zum Beispiel die Fotografien des Amerikaners Walker Evans.
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