Die demokratischen Institutionen der USA haben nicht die Kraft, einen "selbstverliebten Größenwahnsinnigen" wie Donald Trump zu zähmen oder abzusetzen. Recht hat bei ihm der Stärkere. "Politik" ist für diesen "Frankenstein des Neoliberalismus" ein Schimpfwort. Die Kanzlerin erklärte, nun müssten wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen. Was das praktisch bedeutet, sagt sie nicht. Hier knüpft der Autor an.
Demokratische Politik ist kein "Game", wie die Medien oft meinen, auch kein "Deal", sondern ein hohes Gut. Erhard Eppler, Politiker und politischer Denker mit mehr als 60 Jahren Erfahrung, will uns wachrütteln mit einem Plädoyer für die Würde der Politik, die durch nichts zu ersetzen ist. Verachtung zerstört den gesellschaftlichen Frieden und Zusammenhalt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.02.2018
Viola Schenz kann Erhard Epplerd Buch absolut nichts abgewinnen. In sechzehn Gesinnungsaufsätzen gibt der alte SPD-Kämpe seine Sicht auf die Welt zum Besten, warnt die Rezensentin vor, und der Trump im Titel diene lediglich als Köder. Meist erzähle Eppler nur, wie es früher war, was er früher dachte und was er heute denkt. Schlimm wird es in den Augen der Rezensentin, wenn Eppler nach Russland blickt und etwa die Musikerinnen von Pussy Riot als überdrehte Mädchen verächtlich macht, denen Putin eben für ihre Aufsässigkeit zwei Jahre Arbeitslager aufbrumme. Dass Eppler schließlich anprangere, wenn Politiker in die Wirtschaft wechseln, Schröders Job für Gazprom aber als friedenspolitische Versöhnungstat verkläre, wundert Schenz dann auch nicht mehr.
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