Ende der Solidarität?

Die Zukunft des Sozialstaats
Cover: Ende der Solidarität?
Herder Verlag, Freiburg 2003
ISBN 9783451204029
Gebunden, 336 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Im Auftrag des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge herausgegeben von Konrad Deufel und Manfred Wolf.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.09.2004

Von diesem Sammelband mit Beiträgen zu 50 Stichworten zur Sozialpolitik kann man nicht behaupten, dass die verschiedenen Aufsätze "aus einem Guss" seien, bemerkt Benedikt Koehler, der das aber gar nicht schlimm findet. Er stellt nämlich fest, dass sich aus den verschiedenen Texten von aus Politik, Kirche und Verbänden stammenden Autoren eine "Anregung zur Diskussion" ergibt, die der "herausgeberischen Intention" des Bandes entspricht und die der Rezensent nur gutheißen kann. Dabei hat Koehler unter den Beiträgen sogar "Überraschungen" gefunden, wie die von Johannes Rau und Gerhard Schröder.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.07.2003

"Bisweilen unergiebig" findet Thomas Eckardt die Aufsätze der fünfzig Sozialexperten in diesem Sammelband von Konrad Deufel und Manfred Wolf. In der großenteils "innerkatholischen Debatte" zeige sich zwar "viel soziales Engagement", meint der Rezensent, jedoch bezweifelt er, dass die schönen Worte tatsächlich soziale Politik nach sich ziehen werden. Schon der Beitrag von Bundespräsident Rau mache deutlich, so Eckardt, dass die Begriffe "sozial" und "gerecht" schwer zu definieren und noch schwerer konkret in der Politik umzusetzen sind. So plädiere Rau einerseits für den bisherigen Sozialstaat, andererseits halte er Reformen aber für dringend nötig. Heiner Geißler wiederum vermisse die "ethischen Grundsätze" in der heutigen sozialpolitischen Diskussion. Der Bundeskanzler und die Oppositionsführerin äußern nur "Plattitüden" und "Banalitäten", ärgert sich Eckardt. Und die kirchlichen Vertreter ergehen sich in "geheimnisvollen" Reden über den heiligen Benedikt, die "Abschaffung von Geburt und Tod" oder den Sonntag als "Grundbedingung gelungener Freiheit".
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