In My Body offenbart Emily Ratajkowski, was es bedeutet, als Frau erfolgreich zu sein und sich in einer vom "männlichen Blick" geprägten Welt zu beweisen. In ihren Texten hinterfragt Ratajkowski die Kultur der Fetischisierung von Mädchen und weiblicher Schönheit und kritisiert die Misogynie und Machtdynamiken innerhalb der heutigen Unterhaltungsindustrie. Dabei macht sie deutlich, wie schmal der Grat zwischen Stolz und Scham, zwischen Kontrolle und Ohnmacht, zwischen Einvernehmlichkeit und Missbrauch oft ist. Und vor allem zeigt sie, dass sie mehr ist, als nur ein Körper.
Rezensentin Sophie Passmann liest das Debüt des amerikanischen Models wohlwollend als "außergewöhnliches Promi-Memoir". Geradezu erleichtert bemerkt Passmann, dass Ratajkowski dabei nicht darüber schreibt, "was es heißt, eine Frau zu sein", wie der Untertitel suggeriert, sondern vielmehr, was es bedeutet, im Körper eines "wunderschönen Topmodels" zu stecken. Dass Ratajkowski dabei ungefiltert ihre Besessenheit von der eigenen Schönheit schildert, stellt für die Rezensentin die tatsächliche Stärke des Textes dar. Er rege zur Frage an, inwiefern die weibliche Schönheit als Mittel zum Sturz patriarchaler Strukturen genutzt werden sollte, ohne eine Antwort bieten zu wollen, lobt Passmann. Auch wenn das Model in weniger aufschlussreichen Textpassagen vom prominenten Luxusleben schreibt, wird es Passmann nicht langweilig, sie begnügt sich mit "Hollywood-Voyeurismus".
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