Emil Angehrn

Der Weg zur Metaphysik

Vorsokratik, Platon, Aristoteles
Cover: Der Weg zur Metaphysik
Velbrück Verlag, Weilerswist 2000
ISBN 9783934730090
Gebunden, 530 Seiten, 65,96 EUR

Klappentext

Gerade im Entstehungsprozess der Metaphysik treten Erfahrungen, Interessen und Probleme ungeschützter hervor als in der ausgebildeten Disziplin. Diese Formierung wird in Emil Angehrns Untersuchung über die drei Hauptstadien ? Vorsokratik, Platon und Aristoteles ? nachgezeichnet. Zwei leitende Fragerichtungen metaphysischen Denkens treten dabei hervor: die Suche nach dem Wesentlichen in den Dingen ? nach dem, was ihre Substanz, ihr Wesen, ihre Identität ausmacht ? und die Frage nach der Ordnung des Alls. Sofern Metaphysik auch für ein nachmetaphysisches Denken nicht einfach das beziehungslos Andere ist, bleibt die Aufhellung der Genese und der verdeckten Tiefenschicht der Metaphysik ein Weg zur Selbstaufklärung heutigen Denkens.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.12.2000

Das Buch, so erklärt Günter Figal, und die vom Autor aufgeworfenen Fragen zur Metaphysik hätten ihre Berechtigung im Diskurs philosophischer Selbstverständigung. Allerdings lässt uns der Rezensent auch über seine Zweifel nicht im Unklaren: Die in dem Buch vorgeschlagene geschichtsteleologische Sicht auf den "Weg zur Metaphysik" und eine entsprechend einlinige Interpretation der Vorsokratik wie auch Platons und Aristoteles` erscheint ihm durchaus heikel. Dass Figal von diesem Buch abschliessend dennoch als von einer "lesenswerten Einführung in die klassische griechische Philosophie" sprechen kann, hat seinen Grund vor allem in den "kleinen Fluchten" des Autors - Momente, da er sich, wie Figal schreibt, "von seinen systematischen Vorentscheidungen frei macht und den interpretierten Texten in ihrer Komplexität folgt".
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