Elaine V. Siegel

Inzest

Die psychoanalytische Behandlung eines frühen Traumas
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 1999
ISBN 9783608918755
gebunden, 250 Seiten, 29,65 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Max Looser. Neue Perspektiven der psychoanalytischen Behandlung des Traumas Inzest werden in diesem Buch präsentiert. Elaine Siegel zeigt, wie gerade die non-verbalen, körperlichen Reaktionen des Analytikers im Behandlungsprozeß konstruktiv genutzt werden und das Spektrum analytischer Behandlungstechnik enorm erweitern können.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.05.2000

Der Psychoanalytiker Horst Petri beschreibt in seiner Rezension die Autorin als ehemalige Tanztherapeutin, die "in besonderer Weise für Körpersprache und ihre Symbolisierung sensiblisiert" ist. Ihr Buch sein ein "wichtiger Beitrag" zur Behandlung von Inzestopfern, obwohl Petri der Ansicht ist, dass nur "leichte Fälle" mit Siegels Therapie behandelt werden können. Bei Menschen, bei denen Missbrauch zu schweren Persönlichkeitsstörungen oder Borderline-Erkrankungen geführt habe, bezweifelt Petri die Anwendbarkeit von Siegels Methode. Leider bleibt in der Rezension für den Laien unklar, worin diese Methode besteht. Petri erklärt, dass Siegel "ihren Körper als Gegenübertragungsinstrument einsetzt" und so das Inzesttrauma vorwegnehmen könne, noch bevor sich der Patient selbst daran erinnert. Doch wie hat man sich diese Gegenübertragung durch den Körper der Therapeutin vorzustellen?
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