Klappentext
Herausgegeben von Georg Pichler und Joachim Gatterer. Der noch heute als "rasender Reporter" bekannte Journalist und Schriftsteller Egon Erwin Kisch engagierte sich früh gegen den Faschismus. Nachdem er von den Nationalsozialisten aus Deutschland ausgewiesen worden war, reiste er 1937 nach Spanien, um am II. Internationalen Schriftstellerkongress teilzunehmen. Beeindruckt vom Widerstandskampf der Spanischen Republik blieb er im Land, um über die Internationalen Brigaden und den Bürgerkrieg zu berichten. Er besuchte Frontabschnitte, interviewte Soldaten, schrieb Briefe in seine Heimat und wurde in Texten von Weggefährten wie Theodor Balk, Willi Bredel und Pablo Neruda als Protagonist des Bürgerkriegs verewigt. Die umfassendste Sammlung von Kischs spanischen Reportagen und Texten, die seine Bedeutung als Kriegskorrespondent und Chronist hervorheben.
Rezensionsnotiz zu Die Welt, 06.06.2026
Interessiert liest Rezensent Erhard Schütz diesen Band, der Egon Erwin Kischs diverse literarische Texte zum spanischen Bürgerkrieg versammelt. Kisch war zwischen Januar 1937 und April 1938 in Spanien, selbst auf Seiten der Republikaner kämpfen konnte er aus gesundheitlichen Gründen nicht, aber er unterstützte die linke Seite propagandistisch, durch Briefe, Reden, Reportagen und andere Beiträge. Besonders interessant findet Schütz jene Texte, die nicht direkt, sondern indirekt Propaganda betreiben, indem sie nicht ideologische Themen, sondern Einzelschicksale oder auch Tierleid ins Zentrum stellen. Kischs ironischer und lebendiger Stil kommt dabei wunderbar zur Geltung, so der Rezensent.
Kommentieren

