In deutscher, englischer und jiddischer Sprache. Mit dem vierten Band der Schriftenreihe "Jiddistik: Edition & Forschung" liegt erstmals eine umfang- und facettenreiche Sammlung moderner jiddischer Kurzgeschichten in standardisierter Orthographie vor. Die Auswahl umfasst Werke von dreißig Autorinnen und Autoren und vermittelt Einblicke in die jiddischen Lebenswelten im Europa der Zwischenkriegszeit und nach der Schoah, in den USA und in Israel. Das Buch wird für das jiddische Textkorpus einschließlich jiddisches Vorwort (hebräischschriftlich) von rechts und für das deutsche und englische Vorwort von links aufgeschlagen. Einige der zuvor nur in Periodika publizierten Kurzgeschichten werden hier erstmals in Buchform zugänglich gemacht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.12.2021
Rezensentin Susanne Klingenstein hätte sich eine andere als die alphabetische Ordnung der hier versammelten jiddischen Erzählungen von Scholem Aleichem, David Bergelson, Anna Margolin oder Rachel Auerbach gewünscht. Eine Einführung in die Texte wäre ihr gleichfalls willkommen gewesen. Aber auch so findet sie den von Efrat Gal-Ed u. a. herausgegebenen Sammelband lesenswert. Die 33 Autoren und ihre Texte über Schtetl-Lebenswelten, Warschauer Verhältnisse 1939 oder Humoristisches scheinen Klingenstein einen Querschnitt durch die jiddische Literaturgeschichte zu vermitteln. Eine editorische Leistung, die die Kritikerin insgesamt nur loben kann.
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