Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.10.2000
Eine Definition für den "Spin Doktor" haben die Autoren des Bandes nicht zu bieten, ebenso wenig wie der Rezensent Klaus-P. Schmidt-Deguelle, der als "freier Medienberater und Spindoktor" vorgestellt wird. Dafür aber gibt es, nicht zuletzt dank der Mithilfe von CDU-Spindoktor Peter Radunski jede Menge Empirie und Einblicke in "die hohe Schule der Manipulation". Konstatiert wird die Annäherung an amerikanische Verhältnisse, Symbole seien an die Stelle von Inhalten getreten, die Medien reagieren darauf mit "Infotainment" und fordern den raffinierten Umgang mit "good or bad images" geradezu heraus, behauptet Schmidt-Deguelle. Des Rezensenten Lob bleibt durchweg implizit, dafür gibt es noch einen Schlussschlenker in eigener Sache: stelle man nur ein Team der Besten zusammen, dann werde "der Erfolg berechenbar". Schmidt-Deguelles Telefonnummer steht leider nicht dabei.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…