Mit 18 000 Mark gründet der 25jährige Buchhändler Reinhard Piper am 19. Mai 1904 einen Verlag in München-Schwabing und macht dort die Bücher, die er selbst gerne lesen möchte. In 100 Jahren hat sich der Verlag vom Liebhaberunternehmen zu einem der bedeutendsten deutschsprachigen Publikumsverlagen entwickelt. Vor dem Hintergrund von 100 Jahren deutscher Geschichte zeigt Edda Ziegler wichtige Facetten der Geistes- und Kulturgeschichte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.05.2004
Wer wissen will, auf welch faszinierender Vergangenheit der Piper-Verlag ruht, ist nach Ansicht von Rezensent Hannes Hintermeier mit diesem Buch gut bedient. Zwar handle es sich um eine Auftragsarbeit, doch Hintermeier legt Wert auf die Feststellung, dass das "gewichtige Buch" trotz des freundschaftlichen Tones keine Festschrift, sondern eine handfeste Verhandlung der Sache Piper ist, die auch unangenehmen Themen nicht aus dem Wege gehe. Nach Lektüre der Verlagsgeschichte sieht er Pipers bewegten Weg in die Gegenwart von Welt- und Misserfolgen gekennzeichnet. Aufwendig und lesefreundlich gestaltet, sei das Buch insgesamt außerdem ein "Augenschmaus" und ein Text den man als Seitenstück zu einer Literaturgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts lesen könne.
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