Seit der Gründung im jungdeutschen, antihabsburgischen Sachsen hat der Reclam Verlag ein Stück deutsche Kulturgeschichte geschrieben; sein zentraler Programmteil, die "Universal-Bibliothek", gehört zu den festen Größen des Bildungswesens. Der Band erzählt die von wechselnden Zeitläufen mitbestimmte Geschichte des Verlags und enthält eine Vielzahl interessanter Dokumente, Bilder und Zitate.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.04.2004
Joachim Kalka bescheinigt diesem Band, der zum zweihundertsten Reclam-Jubiläum die Verlagsgeschichte Revue passieren lässt, dass tatsächlich auf relativ knappem Raum die "wichtigsten Veröffentlichungen" dieses renommierten Verlags referiert werden. In chronologischer Folge skizziert der Autor Dietrich Bode das Verlagsprogramm, das auch einen interessanten Einblick in den Lesergeschmack des 19. Jahrhunderts erlaubt, stellt der Rezensent angetan fest. Er findet es zwar "angemessen", dass der Autor vor allem die ""aufklärerischen" Verdienste" des Reclam Verlags hervorhebt, aber eigentlich hätte er sich gewünscht, dass auch die bisher kaum unter die Lupe genommenen, dabei in großer Zahl im Reclam Verlag gedruckten "Trivialtexte" benannt und analysiert worden wären.
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