Verlagsgeschichte als Teil der Literaturgeschichte: Seit nunmehr 75 Jahren besteht der von Carl Hanser gegründete Verlag mit seinen Bereichen Fachbuch und Literatur. In dieser Zeit hat er die kulturelle Landschaft Deutschlands mitgeprägt, ist gewachsen und hat viele Wandlungen erfahren. Dieses Buch beleuchtet die Geschichte eines Unternehmens, in dem sich alles um gedruckte Wörter dreht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.12.2006
Hochzufrieden zeigt sich Rezensent Jörg Magenau mit Reinhard Wittmanns Geschichte des Hanser Verlags. Wie Wittmann die ungeheure Materialfülle bändigt, nötigt ihm großen Respekt ab. Den Hauptakzent sieht er bei der Beziehung zwischen Autoren und Verlegern. Besonders spannend wird die Darstellung für ihn immer dann, wenn Wittmann aus den Korrespondenzen zitiert und absagenden Lektoren oder schimpfende Autoren zu Wort kommen lässt. Er erblickt in Wittmanns Verlagsgeschichte auch ein "Spiegelbild der deutschen Geschichte". So gab sich der Verlag während der NS-Zeit vaterländisch oder bediente 1968 den linken Zeitgeist mit politischer Theorie. Lobend erwähnt Magenau, dass Wittmann in seiner Darstellung auf kritische Töne nicht verzichtet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.05.2006
Durchaus aufschlussreich erscheint Thomas Meissner diese Verlagsgeschichte des Carl Hanser Verlags von Reinhard Wittmann, auch wenn er hier und da kleinere Kritikpunkte anzubringen weiß. Prinzipiell hat er nichts dagegen einzuwenden, dass nicht historische Entwicklungen des Verlags im Vordergrund stehen, sondern thematische Längsschnitte, in denen der Autor sich etwa mit der Klassikerpflege, den deutschen Autoren im Verlag oder der Sparte Sachbuch befasst. Allerdings hält Meissner dem Autor in diesem Zusammenhang vor, bisweilen die Gesamtentwicklung des Verlags nicht hinreichend zu erfassen. Generell lobend äußert er sich über Wittmanns Dokumentation der Verlagsbeziehung herausragender Hanser-Autoren wie Erich Fried oder Botho Strauss, wobei er sich noch eine "stärkere Konzentration" auf Einzelautoren und -projekte gewünscht hätte.
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