E. R. Frank

Ich bin Amerika

(Ab 14 Jahre)
Cover: Ich bin Amerika
Beltz und Gelberg Verlag, Weinheim 2005
ISBN 9783407809407
Kartoniert, 248 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Heike Brandt. Amerika hat mit seinen 15 Jahren schon viel erlebt, fast zu viel. Auf dem Weg in ein neues Leben erzählt er seine Geschichte, sie ist hart, doch am Ende siegen Vertrauen und Hoffnung. Amerika heißt so, weil er alle Farben Amerikas in sich trägt. Seinen Vater kennt er nicht, die Mutter ist cracksüchtig und so wächst Amerika bei der herzensguten Mrs. Harper auf. Er ist ein fröhlicher kleiner Junge, bis das Unglück beginnt. Nur ein Wochenende soll er bei seiner Mutter in New York verbringen, doch die verschwindet und lässt Amerika mit seinen beiden Brüdern zurück. Als er Jahre später von der Polizei aufgegriffen wird, hält er sich für ein Nichts. Sein Therapeut Dr. B. sieht das anders. Behutsam und geduldig bringt er Amerika dazu, seine Geschichte zu erzählen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.01.2006

"Mit einem dramatisch eindrucksvollen Auftakt wird der Leser hinein geworfen in die Geschichte" schwärmt die Rezensentin Susanne Meincken. Hinein geworfen in eine Geschichte von einem entwurzelten Jungen, der Amerika heißt, da sein Vater jeder Mann in Amerika sein könnte. Er ist "durchs System gefallen" und hat nach jahrelangen, schrecklichen Erlebnissen das Glück, auf eine "wohltuend klischeefreie Therapeutenfigur" zu treffen, die das Erlebte mit ihm aufarbeitet. Der Rezensentin gefallen die "differenziert und realistisch gezeichneten" Figuren des Romans, deren Geschichte man in jeder amerikanischen Großstadt ansiedeln könne. Angetan registriert die Rezensentin die Bodenhaftung der Autorin: Schwarz-Weiß-Schemata bleiben einem erspart, und auch der Therapeut vollbringt keine Wunder. Trotzdem vermittle die Autorin eine positive Grundhaltung und eine optimistische Lebenseinstellung, die Susanne Meincken augenscheinlich gut gefallen hat.
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