Blake Nelson

Paranoid Park

(Ab 14 Jahre)
Cover: Paranoid Park
Beltz und Gelberg Verlag, Weinheim 2008
ISBN 9783407810397
Gebunden, 178 Seiten, 12,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Heike Brandt. "Paranoid Park" ist eine illegal aufgebaute Skateranlage in Portland, Oregon, und sie trägt ihren Namen nicht ohne Grund: Der Streetpark ist das Reich jener, die das Leben hart gemacht hat. Es gibt keine Regeln und keinen Besitzer, es herrscht die Anarchie der Asphaltpiraten und wer zu weich ist, der schiebt Paranoia. Als "Skater" den Park betritt, wird er in einen Kampf verwickelt, an dessen abruptem Ende ein Toter zurückbleibt. Ein Unfall. Vielleicht Notwehr. Niemand hat Schuld. Oder doch? Panik. Flucht. Schlaflose Nächte. Sich jemandem anvertrauen wollen. Aber es siegt die Sprachlosigkeit. Der Gedanke: Vielleicht werde ich nicht geschnappt. Schweigen. Bis Unschuld zu Mitschuld wird und die Frage, wie damit umgehen, eine brisante Eigendynamik entwickelt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.11.2008

Heike Byn stellt den Jugendroman "Paranoid Park" vor, in dem der 16-jährige Alex sich mit seiner Mitschuld am Tod eines Wachmanns auseinandersetzen muss. Nicht die Aufklärung des Falls steht im Zentrum dieses Romans, sondern die Situation des Jugendlichen, der von seinen in Scheidung befindlichen Eltern vernachlässigt wird, sich mit öden Schultagen und überhaupt einem "unerträglichen Alltag" herumschlägt, erklärt die Rezensentin. Sie zeigt sich betroffen vom "schonungslosen" Blick, mit dem Blake Nelson einen Teenager aus der amerikanischen Mittelschicht porträtiert und verrät auch, dass das Buch nicht mit einem Happy End aufwarten kann.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 04.09.2008

Bestnoten vergibt Rezensent Peter Kümmel an diesen Jugendroman über einen Jugendlichen aus besseren Verhältnissen, der aus Übermut den Tod eines Menschen verschuldet hat. Das als "Initiationsroman" kategorisierte Buch hat Kümmel nicht nur durch seinen "knappen und rastlosen" Erzählton, sondern auch die Art und Weise gefesselt, wie der Roman seinen Lesern ein Bewusstsein erschließt, "das so übervoll ist von Not, Schuld und Eigeninteresse", dass es für Kümmel kaum auszuhalten ist. Aber auch die bedrückenden Einblicke in die Bedingungen heutigen Erwachsenswerdens bewegen den Rezensenten sehr, der außerdem die Kunst des Autors Blake Nelson lobt, den Leser in den Geist des Jungen hineinzuversetzen, so dass dieser am Ende den Eindruck hat, die in Briefform erzählt Geschichte selbst erlebt zu haben.

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