Dylan Horrocks

Hicksville

Cover: Hicksville
Reprodukt Verlag, Berlin 2012
ISBN 9783943143331
Broschiert, 272 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem neuseeländischen Englisch von Marion Herbert. Handlettering von Dylan Horrocks. Als der amerikanische Journalist Leonard Batts in Hicksville eintrifft, um über die Comic-Legende Dick Burger zu recherchieren, erwartet er von dem verschlafenenen Nest und seinen Bewohnern nicht mehr als Füllmaterial für seine Reportage über den berühmtesten Sohn der Stadt. Stattdessen findet er sich an einem Ort der Wunder, Versprechen und Überraschungen wieder. Einem Ort, der ein dunkles Geheimnis hütet… Dylan Horrocks' Geschichte über ein neuseeländisches Küstenstädtchen, in dem jeder, vom Briefträger bis zum Schafhirten, Comics liebt, ist eine Hommage an die Comics und das Erzählen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.11.2012

Die deutsche Übersetzung von Dylan Horrocks' Graphic-Novel-Klassiker "Hicksville" kommt spät, aber nicht zu spät, findet der Rezensent Christian Gasser. Er vermutet, dass die wachsende Anhängerschaft des Genres es freudig empfangen wird. Nach eigener Aussage hat der Autor mit "Hicksville" eine "spirituelle Heimat" für Comics schaffen wollen, berichtet der Rezensent. Es erzählt die Geschichte eines Comic-Kritikers, Leonard Batts, der in der neuseeländischen Stadt Hicksville die Jugendjahre des Comic-Zeichners Dick Burger recherchieren möchte, fasst Gasser zusammen. Burger wird in den USA für seine Superhelden-Comics gefeiert, in seiner Heimatstadt will aber niemand etwas von ihm wissen - obwohl der kleine Ort vollständig im Comic-Fieber versunken scheint. Gasser gefällt besonders, wie Horrocks episodenhaft Auszüge aus den Comics der Einheimischen eingebaut hat, mit wechselndem Stil und unterschiedlichen Genres: Historien- und Superhelden-Comics, Humor-Strips und Autobiografien.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 13.10.2012

Endlich ist Dylan Horrocks Comic "Hicksville" in Deutschland erhältlich, freut sich Rezensent Waldemar Kesler, der dieses Buch "essentiell" nennt. Nicht nur Comic-Nerds werden an diesem wunderbaren Buch ihre Freude haben, versichert der Kritiker. Denn die Geschichte um Dick Burger, der mit seinen kommerziellen Superhelden-Comics ein mächtiges Comic-Imperium in den USA aufgebaut hat und nun seinen einstigen Konkurrenten Sam Zabel in die Staaten locken will, ist mehr als ein Geheimtipp für eingefleischte Comic-Liebhaber, meint der Rezensent. Denn dieser Zabel hält sich mit depressiven Cartoons in der Regionalzeitung seiner comicvernarrten Heimatstadt Hicksville in Neuseeland über Wasser und Burger tut alles, um um dessen "verlorenes Ideal zu korrumpieren". Kesler liest hier also nicht nur ein großartiges Buch über "Liebe und Entfremdung", sondern auch ein eindrucksvolles Werk über die Zweischneidigkeit einer jeden ästhetischen Leidenschaft.
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