Rose Tremain

Die Farbe der Träume

Roman
Cover: Die Farbe der Träume
Insel Verlag, Berlin 2010
ISBN 9783458357025
Kartoniert, 459 Seiten, 9,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Christel Dormagen. Dankbarkeit und Zuneigung, aber nicht Liebe, empfindet Joseph Blackstone gegenüber seiner Frau Harriet, denn sie hat ihm das Leben gerettet. Oder eher: Sie hat ihn in ein anderes Leben gerettet. War mit ihm von England nach Neuseeland gereist, zusammen mit Josephs Mutter. Ein Neuanfang sollte es werden, von einem Leben im Wohlstand träumten sie. Die Quelle des Wohlstands im Neuseeland des 19. Jahrhunderts hieß Gold , und als Joseph im Fluß neben dem Haus einen Schimmer von Gold entdeckt, kennt er nur noch ein Ziel. Er verlässt die beiden Frauen und macht auf den Weg zu den Goldfeldern, zusammen mit vielen anderen Glückssuchern. Auf der Suche nach ihrem Mann reist Harriet ihrem eigenen Traum entgegen, voller Abenteuerlust und Freiheitsdrang.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.02.2011

Die relative Unbekanntheit der Autorin kann Kirsten Voigt überhaupt nicht verstehen. In England mit Preisen überhäuft, gilt es, Rose Tremain bei uns noch zu entdecken. Voigt lädt ausdrücklich dazu ein, indem sie Tremains literarischen Pragmatismus preist, ihren gekonnten Einsatz von Anschauung und Anschaulichkeit. Auch weil Tremain hier eine Forderung ihrer eigenen Ästhetik umsetzt, sich in unbekannte Erfahrungswelten einzuarbeiten und, ausgehend von einem historischen Anlass (der Goldrausch in Neuseeland um 1860) Zeitloses, wie menschliche Gier und Angst und die Bedrohung durch eine fremde Natur, behandelt. Voigt zeigt sich fasziniert von den sich öffnenden Abgründen und der Eindringlichkeit von Tremains tragikomischen, mal realistischen, mal märchenhaften Erzählen.
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