Aus dem Niederländischen von Verena Kiefer und Stefan Häring. Psychiater und Neurologen ehren ihre Fachgenossen oft, indem sie deren Entdeckungen nach ihnen benennen. Alois Alzheimer, James Parkinson, Sergei Korsakov, Georges Gilles de la Tourette, Hans Asperger - Menschen aus Fleisch und Blut sind so zu Bezeichnungen geworden, die auf eine Krankheit verweisen, ein Syndrom, ein Leiden. Zuerst verschwanden die Vornamen der Forscher und bald danach auch die Erinnerung an ihr Leben und die Umstände ihrer Entdeckungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.03.2008
"Faszinierend vielseitig" findet Manuela Lenzen das Buch des Psychologiehistorikers Douwe Draaisma. Dieses "spannende Stück Wissenschaftsgeschichte" um den Ursprung medizinischer Eponyme hat sie mitten hinein gezogen in die Lebensgeschichten und intriganten Verwicklungen bekannter und weniger bekannter Mediziner und Namensgeber. Einzelschicksale und Medizingeschichte findet sie "faszinierend" und "minutiös" beschrieben und lernt, wie nebenher, über "wissenschaftstheoretische Gemeinplätze" und die notwendigen Gegebenheiten für die Etablierung eines Eponyms - jenseits von seiner Plausibilität.
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