Aus dem Niederländischen von Verena Kiefer und Stefan Häring. Psychiater und Neurologen ehren ihre Fachgenossen oft, indem sie deren Entdeckungen nach ihnen benennen. Alois Alzheimer, James Parkinson, Sergei Korsakov, Georges Gilles de la Tourette, Hans Asperger - Menschen aus Fleisch und Blut sind so zu Bezeichnungen geworden, die auf eine Krankheit verweisen, ein Syndrom, ein Leiden. Zuerst verschwanden die Vornamen der Forscher und bald danach auch die Erinnerung an ihr Leben und die Umstände ihrer Entdeckungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.03.2008
"Faszinierend vielseitig" findet Manuela Lenzen das Buch des Psychologiehistorikers Douwe Draaisma. Dieses "spannende Stück Wissenschaftsgeschichte" um den Ursprung medizinischer Eponyme hat sie mitten hinein gezogen in die Lebensgeschichten und intriganten Verwicklungen bekannter und weniger bekannter Mediziner und Namensgeber. Einzelschicksale und Medizingeschichte findet sie "faszinierend" und "minutiös" beschrieben und lernt, wie nebenher, über "wissenschaftstheoretische Gemeinplätze" und die notwendigen Gegebenheiten für die Etablierung eines Eponyms - jenseits von seiner Plausibilität.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…