Donna Leon

Feine Freunde. Friends in High Places

Commissario Brunettis neunter Fall. Kriminalroman
Cover: Feine Freunde. Friends in High Places
Diogenes Verlag, Zürich 2001
ISBN 9783257062717
Gebunden, 333 Seiten, 20,40 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Monika Elwenspoek. Eine Ermittlung gegen Brunetti? Unmöglich. Zwar geht es nur um seine Eigentumswohnung und die Baubewilligung, doch Brunetti muss das Schlimmste befürchten. Als der zuständige Beamte wenig später von einem Baugerüst stürzt, weiß Brunetti mit Sicherheit, dass es in diesem Fall keineswegs nur um seine eigene Wohnung geht. Seine Ermittlungen führen Brunetti in die venezianische Drogenszene, zu Wucher und Korruption. Nur 'Feine Freunde' können da noch helfen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.05.2002

Dass die Reis-und-Pasta-Idylle Brunettis in diesem neuen Roman von Donna Leon in Gefahr gerät, ist ja noch kein Drama. Auf welche Weise die Autorin allerdings versucht, diesmal Spannung zu erzeugen und über gut 300 Seiten aufrechtzuerhalten lässt Sabine Doering nur gähnen und uns den Rat geben, es dem Xenophon-Fan Brunetti gleichzutun und in der "Anabasis" zu lesen, anstatt in diesem "Krimi". Was Leon auch aufbietet: Gleich drei Kriminalfälle, Sozialkritik und natürlich den "gruselig-pittoresken Hintergrund" Venedigs - Doering hält es für fade, verworren, klischeebeladen und zu allem Überfluss auch noch für wenig überraschend.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.07.2001

Früher (in den voraufgegangenen acht Fällen Brunettis) war mehr Venedig, meint die Rezensentin. Wenn die Autorin diesmal über ein samstägliches Eheidyll, "das die Wünsche der hedonistisch gestimmten akademischen Mittelschicht heiter bedient", ernüchternd rasch zum Thema kommt, ist das aber nicht wirklich tragisch. Kristina Maidt-Zinke jedenfalls freut sich dafür über eine bescheidene Leon (nicht mehr die Justitia der früheren Bücher), die, anstatt "nach Logik, Gerechtigkeit und sauberen Problemlösungen" zu suchen, nunmehr von der Freiheit Gebrauch macht, "Handlungsfäden in der Luft hängen und dramatische Konstellationen im Nebel der Ungewissheit zerfließen zu lassen".
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