Aus dem Englischen von Astrid Finke. Ein riesiges Gebäude, in dem sich endlos Räume aneinanderreihen, verbunden durch ein Labyrinth aus Korridoren und Treppen. An den Wänden stehen Tausende Statuen, das Erdgeschoss besteht aus einem Ozean, bei Flut donnern die Wellen die Treppenhäuser hinauf. In diesem Gebäude lebt Piranesi. Er hat sein Leben der Erforschung des Hauses gewidmet. Und je weiter er sich in die Zimmerfluchten vorwagt, desto näher kommt er der Wahrheit - der Wahrheit über die Welt jenseits des Gebäudes. Und der Wahrheit über sich selbst.
Rezensent Wieland Freund scheint verwirrt angesichts des neuen Buches von Susanna Clarke. Zunächst ist er enttäuscht, dass Clarke nicht an ihren Fantasy-Bestseller von 2004 anknüpft, dann aber ahnt er, was dieser neue Text sein könnte: Ein Dokument des Rückzugs (den die Autorin tatsächlich auf radikale Weise vollzog), der perfekte Lockdown-Roman, die Beschreibung einer seelischen Erkrankung? Clarkes Held aber, gefangen in seiner Wahnwelt, ein unzuverlässiger Erzähler dazu, entpuppt sich für Freund schließlich als Hans im Glück. Seine Genügsamkeit scheint Freund am Ende sogar erstrebenswert.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…