Sind wir allein im Universum? Auf diese Frage geben der Geologe Peter D. Ward und der Astrobiologe Donald Brownlee überraschende Antworten. Sie widersprechen der Annahme, dass höher entwickeltes Leben außerhalb der Erde existiert, vielleicht sogar weit verbreitet ist. Auf der Suche nach Leben im Universum nehmen sie den Leser mit auf eine Reise von den heißen vulkanischen Quellen des Ozeanbodens bis zu dem frostigen Antlitz von Europa, dem Jupiter-Mond. Dabei lernt der Leser, dass niedrig entwickeltes Leben vielleicht weiter verbreitet ist, als bisher angenommen, die Entstehung höher entwickelten Lebens aber zu komplex ist, um außerhalb der Erde stattfinden zu können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.02.2002
Carl Sagan hatte einst grob überschlagen, dass es im gesamten Weltall zig Millionen der unseren vergleichbare Zivilisationen geben müsste. Peter D. Ward und Donald Brownlee machen nun die ernüchternde Gegenrechnung auf - und schon scheint die Existenz der Menschheit unwahrscheinlich genug. Ihre Argumente beziehen die Autoren aus "Astronomie, Geophysik und Biologie", und sie erklären, warum die Plattentektonik (wegen des Kalksteins), der Mond (wegen der Stabilität der Erdachse) und der Jupiter (als Meteoritenfänger) möglicherweise ganz entscheidend zur Entstehung intelligenten Lebens beigetragen haben. Keines der genannten Argumente, meint der Rezensent Günter Paul, sei besonders neu, das Verdienst der Autoren liegt aber in einer "eindrucksvollen Gesamtschau". Es fällt schwer, findet er, sich der These von der Unwahrscheinlichkeit komplexen Lebens zu verschließen.
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