Das Beispiel Bayern zeigt, welche Bedeutung Katholiken als gesellschaftlicher und politischer Kraft im Spannungsfeld von Kirche , Gesellschft und Politik während der Adenauerära zukam: auf breiter Archivbasis ein differenziertes Bild des Verbandkatholizsimus.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.11.2001
Günther Schulz stellt ein Buch zur Zeitgeschichte vor, das er als solide geschrieben und gründlich recherchiert einstuft. Zu weiteren inhaltlichen Kommentaren lässt sich der Rezensent nicht hinreißen, der wesentliche Fakten und Thesen des Buches referiert. Die katholische Arbeiterbewegung war in Deutschland schon immer regional gespalten, das blieb sie zunächst auch nach dem 2. Weltkrieg. Der Autor untersucht, so Schulz, warum der süddeutsche Verband des "katholischen Werkvolks" nicht wieder zu echter politischer Geltung gelangen konnte. Das lag zum einen daran, vermutet Schulz, dass das "Werkvolk" eine Laienbewegung war, die von Klerikern dominiert wurde. Außerdem führte die Gründung der Christlichen Gewerkschaften Mitte der 50er Jahre zu einer Schwächung der Positionen - auch innerhalb des DGB. Als letztes Argument führt Schulz an, dass die weiter fortschreitende Säkularisierung im 20. Jahrhundert in jedem Fall dem "Werkvolk" die Basis entzogen hätte - sogar in Bayern, wo es 1963 45.000 Vollmitglieder zählte.
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