Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.04.2000
Gerd Roellecke kann der Publikation wenig Gutes abgewinnen. Unverhältnismäßig findet er den wissenschaftlichen Aufwand, mit dem Strauch die Briefe unterfüttert hat. Die viele Fußnoten und die ausladenden Verzeichnisse stünden in keinem Verhältnis zu dem dargebotenen Material. Außerdem sei schon der von Strauch proklamierte Anspruch, "das geistige Leben von Juristen des vorigen Jahrhunderts" zu dokumentieren, überzogen. Weiterhin bedauert Roellecke, dass über die Originale und ihren Bestand keine genauere Auskunft gegeben und das erstaunlich Unpolitische der Korrespondenzen nicht erläutert werde. Die Anstrengungen, die es den Herausgeber gekostet hat, diese Briefe der Forschung überhaupt zugänglich zu machen, findet Roellecke allerdings "bewunderungswürdig".
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,…