Die stille Macht

Lobbyismus in Deutschland
Cover: Die stille Macht
Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2003
ISBN 9783531141329
Kartoniert, 385 Seiten, 32,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Thomas Leif und Rodolf Speth. Lobbyisten scheuen das Licht der Öffentlichkeit, gewinnen in der Berliner Republik aber immer mehr an politischem Einfluss. Dennoch wird die "stille Macht" Lobbyismus von der Wissenschaft, den Medien und der Öffentlichkeit selten in seinem gesamten Machtspektrum gewürdigt. In diesem Buch wird der Lobbyismus umfassend analysiert und der ständig wachsende Einflussbereich von Wirtschaft auf politische Entscheidungen neu vermessen. Die politische und wissenschaftliche Analyse zur aktuellen Entwicklung der politischen Lobbyarbeit wird durch neue Studien und zahlreiche Fallbeispiele etwa der Pharmalobby, Straßenbaulobby und Agrarlobby ergänzt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.03.2004

"Gerade die unreine Heuristik", findet Rezensent Andreas Rosenfelder, mache diesen von Thomas Leif und Rudolf Speth herausgegebenen Sammelband über die wachsende Bedeutung des Lobbyismus in Deutschland zu einem "schillernden Dokument". In diesem Band finden sich, wie der Rezensent berichtet, Texte, die sich läsen "wie PowerPoint-Rräsentationen für den Wettbewerb um die schönste Lobby", scharfe Abrechnungen von Journalisten mit einzelnen Lobbys, und leider selten Texte mit "Mut zur Interpretation". Hervor hebt der Rezensent den Beitrag des Soziologen Jochen Roose über NGOs, der Verwandtschaften zwischen den "scheinbar artfremden Formen des Protests und des Lobbyismus" aufzeige. Doch trotz einer gewissen "konzeptionellen Unausgegorenheit" und einiger "Schlampigkeiten" eröffne der Band, lobt Rosenfelder, "faszinierende Perspektiven" auf eine "von der Wissenschaft bislang gemiedene Mikrophysik der Macht" - und zeige nicht zuletzt, dass "im Gewimmel der Lobbys" vielleicht "mehr über das Funktionieren der Demokratie" zu lernen sei "als über ihr Scheitern".
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