Marcus H. Bösel, Georg Fischer

Warum Benjamin Franklin nicht vom Blitz erschlagen wurde

Das Abenteur Innovation wagen
Westdeutscher Verlag, Opladen 1999
ISBN 9783531133362
broschiert, 360 Seiten, 25,46 EUR

Klappentext

Neuheit! Innovation!! Revolution!!! schreit uns die Werbung an. Innovation! versprechen Politiker die Lösung anstehender Probleme. Innovation klingt verheißungsvoll und zeitgemäß, irgendwie modern. Das wollen wir doch mal sehen... Nicht Ideen zu zeugen, sie zu nutzen ist Sache der Innovation. Innovation schöpft aus dem, was mit Ideen geschaffen wurde. Im Grunde meint Innovation deshalb mehr nicht als den geplanten Diffusionsprozeß einer Idee bis zur Anwendung. Sie reklamiert von aller Kreativität die nützliche und nutzbringende für sich, führt verwertbare Ideen dem Markte zu und verweist alle anderen als wertlos ins Reich der Phantasie oder Kunst. Zugleich wird sie vom Markt getrieben, der nur für Neues noch aufmerkt. Innovation ist darum sowohl Kür als auch Pflicht der Moderne.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.04.2000

Glücklicherweise hat sich Rezensent Thomas Kreuder nicht von den ersten Kapiteln abschrecken lassen, die den Leser mit "schwierigen Fremdwörtern" und "umständlichen Begriffsklärungen" verwirren. Am Ende scheint er es nämlich doch mit Gewinn gelesen zu haben. Die Autoren wollen darlegen, dass sich Innovationen nicht herbei `managen` lassen. Sie gelingen vielmehr am ehesten, wenn man einfach nach einer Lösung für ein Problem sucht und nicht nur nach einer Ware, die sich absetzen läßt. Kreuder freut sich über diese Ansicht und findet es besonders "schön", dass als hervorragende Beispiele für die Bedeutung von Freiheit, Kreativität und Ideen Werke der "schöngeistigen Literatur" genannt werden. Das Buch liefert natürlich keine Anleitungen für Innovationen, "stärkt allerdings das Bewußtsein dafür, auf welchen Voraussetzungen sie beruht", resümiert der Rezensent.
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