Herausgegeben von Alfred Wittstock. Mit Beiträgen von Steffen Doerk, Marlen Eckl, Kersten König u. a.. Politik und Erinnern in Deutschland und Israel, der Wandel und die verschiedenen Auswirkungen dieser Erinnerungsarbeit in beiden Gesellschaften weisen in den Beiträgen des vorliegendenBandes auf die enge Beziehung der beiden Staaten. Damit wird ebenso auf die Komplexität des Nahostkonfliktes verwiesen, wenn Fragen nach der Rolle der drei monotheistischen Religionen aufgegriffen und diskutiert werden. Berührt werden davon in ihren Konfliktlinien sowohl die israelische und die palästinensische Gesellschaft. Die damit verbundenen gesellschaftspolitischen Auswirkungen bleiben unabgeschlossen, solange zwischen beiden Konfliktparteien es zu keinen Friedensregelungen gekommen ist. Die Hindernisse und verschiedenen Prämissen hierbei werden daher auch in diesem Band thematisiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 08.04.2002
Sebastian Engelbrecht bewundert den Mut des Herausgebers, gerade zu diesem Zeitpunkt ein Buch über Israel herauszugeben, da es, wie er meint, "Gefahr läuft, schneller zu veralten als ein Computerchip". Dennoch sei gerade jetzt ein analytisches Buch über Nahost wichtig, so der Rezensent, der das Buch dafür lobt, trotz der sich überstürzenden Ereignisse Befunde zu vermitteln, die "Gültigkeit" haben. Deshalb konzentriert sich der Rezensent in seiner Kritik des Sammelbandes auch auf zwei Beiträge von Dan Diner und David Witzthum, die den Zustand der israelischen Gesellschaft zum Untersuchungsgegenstand machen, denn darin liegen seiner Ansicht nach viele Gründe für den unlösbar scheinenden Konflikt der Israelis mit den Palästinensern. Der Historiker Dan Diner legt die verschiedenen Bevölkerungsschichten in Israel dar und zeichnet die "Differenzen" zwischen den europäischen und den orientalischen Einwanderern nach. Der Historiker und Fernsehmoderator Witzthum dagegen teilt die Israelis in "sechs Stämme ein" und sieht die größten Konflikte in Israel in einem "Kulturkampf" innerhalb der Gesellschaft.
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