Bearbeitet von Helge Heidemeyer, herausgegeben von Karl Dietrich Bracher, Rudolf Morsey und Hans-Peter Schwarz. Die Konstellationen nach der Wahl von 1953 hatten sich gewandelt: Der Bundestag war in der Bundesrepublik angekommen, die Unionsfraktion rückte noch deutlicher in den Mittelpunkt. Als der weitaus größte Partner einer Dreierkoalition konnte sie Einfluss auf die Regierungspolitik nehmen - wenn sie auch durch die Autorität Adenauers und die Wünsche der kleinen Partner oft eingeschränkt wurde. Fragen der Koalition, insbesondere des Umgangs mit der FDP, mit der es 1956 zum Bruch kam, spielten deshalb in den Sitzungen eine große Rolle. In den ersten Jahren stand die Ausgestaltung der Westbindung, die außenpolitische Verankerung der Bundesrepublik im europäischen und atlantischen Rahmen im Mittelpunkt. Danach rückten innenpolitische Fragen in den Vordergrund.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.08.2003
Die hier versammelten 380, wie Rezensent Andreas Rödder lobt, "auf dem bekannt hohen Niveau der Bonner Parlamentarismus-Kommission" edierten und "ebenso zurückhaltend wie zuverlässig" kommentierten Schriftstücke, zeugen, wie man von Rödder erfährt, "von einer anderen Zeit". So erzählen, berichtet Rödder, diese Protokolle von Sitzungen der CDU-Fraktion unter anderem von einer Zeit, als "die herausragende Bedeutung der Parteiorganisation auf Seiten der christlichen Demokratie" noch in der Zukunft lag, als sich "der sozialpolitische Flügel innerhalb der Union" in wichtigen Fragen "weitgehend durchzusetzen" vermochte und es so aussah, als dürfe "der Typus des abhängig beschäftigten Arbeitnehmers" auf alle Zeiten "als zentrale Bezugsgröße des bundesdeutschen Sozialstaates" gelten.
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