Die Apokalypse

Cover: Die Apokalypse
Manesse Verlag, Zürich 2016
ISBN 9783717590286
Gebunden, 176 Seiten, 49,95 EUR

Klappentext

Aus dem Altgriechischen übersetzt und kommentiert von Kurt Steinmann. Nachwort von Jürgen Kaube. Mit Illustrationen von Daniel Egnéus. Apokalyptische Reiter, Unheil kündende Engel mit Posaunen, der Zorn Gottes in sieben Schalen, Krieg, Geschwüre und Feuersbrunst... Wenige Bücher können es an rauschhaften Visionen mit der "Offenbarung des Johannes" aufnehmen, diesem bis heute geheimnisvollen Teil des Neuen Testaments. Die vorliegende Neuübersetzung von Kurt Steinmann unterstreicht den literarischen Rang des Endzeitszenariums. Kurt Steinmann löst sich in seiner Übersetzung von vielen althergebrachten Formulierungen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.03.2017

Rezensent Hans-Albrecht Koch lässt sich die "Apokalypse" des Johannes, wie sie in der mittelalterlichen Buchkunst verhandelt wird, von den Kunsthistorikern David und Ulrike Ganz erläutern. Laut Koch ist das "prächtig" gestaltete Buch ein Glücksfall, umso mehr, nimmt man es mit der Neuübersetzung des Textes durch Kurt Steinmann in die Hand. Für Laien wie für Forscher gleichermaßen ansprechend, wie Koch versichert, weiten die 21 ausgewählten Bibelhandschiften unmittelbar den Erkenntnishorizont des Betrachters, indem sie die Illustrationsgeschichte vom 9. bis zum 16. Jahrhundert nachvollziehbar machen. Dei Schwerpunkte des Buches liegen laut Rezensent im französischen, deutschen und englischen Raum.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.12.2016

Mit einer hymnischen Besprechung würdigt der Münchner Altphilologe Martin Hose die neue Übersetzung der Apokalypse des Althistorikers Kurt Steinmann, den der Kritiker ohnehin als formidablen Übersetzer antiker Texte schätzt (dass FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube das Vorwort zur diesem Band spielt hat in die Kritik sicherlich nicht hineingespielt). Was Steinmann allerdings mit dieser Übertragung leistet, erscheint dem Rezensenten beachtlich: An zahlreichen Beispielen belegt er, dass Steinmanns Übersetzung den Sinn der griechischen Vorlage wesentlich präziser wiedergibt als die bis heute maßgebliche Übertragung durch Martin Luther. Der Kritiker bewundert nicht nur, wie Steinmann die Bildgewalt und Komplexität des griechischen Textes bewältigt, sondern lobt auch die Entscheidung, erklärende und deutende Zusätze jeweils auf der gegenüberliegenden Seite der Übersetzung abzudrucken.

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